Montag, 1. Mai 2017

Um die Hohe Linde

Ich habe gestern einmal die Umgebung meines Wohnortes erkundet. In einer Broschüre mit Wanderrouten für die Region fand ich eine kleine Route die ich als Vorbild nahm. Das Ziel der Tour sollte die Molktewarte sein und eine Umrundung der Schachthalde "Hohe Linde".

Das erste Ziel habe ich irgendwie verfehlt, sprich ich bin nicht abgebogen, und dadurch im großen Bogen um die Molktewarte herumgelaufen. Das war meine Route.

rot Hinweg, blau Rückweg

Gelohnt hat sich der Weg dennoch. Zu Beginn war der Weg vom Wald gesäumt und von einem Bächlein begleitet. Links und rechts sah ich immer wieder die Große Sternmiere reichlich blühen.

Stellaria holostea - Große Sternmiere

Nach kurzer Zeit erstreckten sich Wiesen des Weges. Ein Schmetterling hielt für ein Foto still. Es ist ein Perlmutterfalter. Von denen gibt es verschiedenen Arten und weil ich von Schmetterlingen keine Ahnung habe, traue ich mir keine genauere Bestimmung zu.



ein Perlmutterfalter

An einigen Stellen an denen es feuchter war fand ich einige Lungenkräuter. An den trockeneren Stellen fand ich eine Hand voll Mönchskraut, zerstreut den Knolligen Hahnenfuß, irgendeinen Feldsalat, und vereinzelt ein Vergissmeinicht, um nur die zu nennen die ich in Blüte sah.

Pulmonaria obscura - Dunkles Lungenkraut

es hat keine Flecken auf den Blättern

Nonea erecta syn. N. pulla - Braunes Mönchskraut

Ranunculus bulbosus -Knolliger Hahnenfuß

Valerianella - Feldsalat


Myosotis ramosissima - Hügel- Vergissmeinnicht

Der Weg führte dann ein Stück durch einen lichten Laubwald. Der Boden war komplett mit Buschwindröschen und Scharbockkraut übersäht. An einigen Stellen fand sich auch das gelbe Windröschen. Die Blätter des Maiglöckchens waren schon zu sehen.
Hier entdeckte ich auch eine einzige Frühlings-Platterbse und weit verteilt das Hain-Veilchen. Viele der Blüten hatten Löcher im Sporn. Um an den Nektar in diesem Sporn zu gelangen brauchen die Bestäuber einen relativ langen Rüssel. Es gibt aber kurzrüsselige Bestäuber die einfach ein Loch in den Sporn beißen um so an den Nektar zu gelangen. Gut möglich das die Löcher von daher rühren. 

Lathyrus vernus - Frühlings-  Platterbse

Viola riviniana - Hain- Veilchen


Ich verließ den Wald, merkte das ich heute nicht mehr die Molktewarte finden werde und umrundete die Schachthalde. Außer ihrer Höhe die für diese flache Gegend überragend ist, ist es ein nicht sonderlich besonderer Schutthaufen. Da ich nur eine kleine Runde drehte wiederholte sich die Vegetation nur noch und ich beschäftigte mich nur noch damit zum Ziel zu laufen. Bei all den Pflanzen die ich aber im jungen Blattstadium wahrnahm, wird sich eine erneute Bewanderung der Route in ein zwei Monaten durchaus lohnen.

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