Freitag, 9. Juni 2017

Erbeskopf - Der höchste Berg Rheinland-Pfalz

Die Tage um Himmelfahrt habe ich Urlaub im Saarland gemacht. Dabei habe ich mir einige Orte angesehen und geschaut welche Pflanzen um diese Jahreszeit so wachsen. Gar nicht so weit weg -auch im Hunsrück- liegt ebenfalls der höchste Berg von Rheinland-Pfalz. Mein Ziel für den Tag nach Himmelfahrt.

Meine Route begann zum Fuße des 816m hohen Erbeskopf. Für Touristen wird hier einiges geboten, ein Skilift für Wintersport, eine Sommerrodelbahn, Camping, das Hunsrückhaus mit seiner Dauerausstellung und einiges mehr. Aber einfach nur hoch marschieren und wieder in meine Pension fahren wollte ich nicht, ich wollte die Vegetation erkunden. Ich suchte mir eine Wanderroute heraus die ich meistern wollte.


Die Sache mit der Vegetation ist nur, es gab nicht viel neues. Meine Wanderungen der Vortage liegen geografisch sehr nahe und auch diese Route führte viel durch den Wald. Die Vegetation glich den der Vortage also enorm.
Einige andere Schönheiten fand ich aber noch. Auf einem Schild las ich das es in der Gegend Hangmoore geben soll. Ich hoffte das eines auf meinem Weg lag. Aber so richtig wie ich mir ein Moor vorstellte, alles so richtig Nass, so etwas fand ich nicht. Auf der anderen Seite sah ich genug Vertreter feuchter Standorte wie Binsen, Torfmoos und Erlen.

Juncus - Binse

Ich fand auch an einer Stelle ein Veilchen, das, wenn ich es richtig bestimmt habe, ebenfalls einen nassen Standort anzeigt.

Viola palustris - Sumpf Veilchen


Ganz in der nähe fand ich eine Segge. Welche es ist bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Carex binervis oder Carex panicea - Segge zweinervige oder Hirse-

Ich fand aber auch eindeutige Pflanzen. Darunter waren zum Beispiel ein Ferkelkraut und wenige, in kleinen Grüppchen stehende kleine Sauerampfer. Der Adlerfarn schob seine jungen Triebe aus.

Hypochaeris radicata - Gewöhnliches Ferkelkraut


Rumex acetosella - Kleiner Sauerampfer


Pteridium aquilinum - Adlerfarn

So ganz akkurat folgte ich dem oben vorgegeben Weg nicht. Obwohl ich Anfangs wollte. Die Beschilderung war nicht so schön und auch Bänke zum pausieren waren Mangelware.


Die letzte Etappe meiner Route lag sogar auf einer Straße. Ich packte den Fotoapparat weg, da ich nicht mehr mit etwas neuem rechnete. Weit gefehlt. Beide male hätte ich die zierlichen Dinger fast übersehen. Zum einen ein Borstgras das am Straßenrand wuchs, zum anderen eine rote Schuppenmiere die ich durch Zufall erspähte.


 Nardus stricta - Borstgras

der ganze Blütenstand, die Ährchen liegen einseitswenig dem Halm an.

Spergularia rubra - Rote Schuppenmiere


Und dann erreichte ich mein Ziel, den Erbeskopf.


Die Windklangskulptur bot eine tolle Aussicht.





Dann hatte ich nur noch den Abstieg vor mir. Zu Fuß, mit Schlitten war um diese Jahreszeit nicht möglich.
Unten angekommen entdeckte ich noch vereinzelt ein paar Kuckucks-Lichtnelken.

Silene flos-cuculi - Kuckucks- Lichtnelke

Und wieder näherte sich ein schöner Urlaub seinem Ende.

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